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Jeden Monat hat SHORT SHOTS einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt. Das Thema des Monats September lautet „Menschliche Grausamkeiten“. Und das war das Programm am 1. September 2005:
Wackelkontakt (2004) – Ralph Etter
Sibylle muss mit der Senilität ihrer Großmutter umgehen und versucht trotz allem ein normales Leben aufrecht zu erhalten. Als sie merkt, dass dies nicht mehr möglich ist, beschließt sie, sich und ihre Großmutter vor der Umwelt zu schützen und greift dabei zu unüblichen Mitteln.
"Wackelkontakt" ist eine Koproduktion der Filmhochschule Zürich und der HFF Potsdam und hat zahlreiche Preise gewonnen (u.a. First Steps Award 2004 für den Besten Kurzfilm, Luzerner Filmpreis 2004 für den Besten Kurzfilm, Sehsüchte 2005 (Produzentenpreis), Hauptpreis für den Besten Kurzfilm beim 4. Europäischen Kurzfilmfestival Reus/Spanien und Hanse Short 2005 Publikumspreis).
...und so das ganze Leben (2000) – Alejandro Cárdenas-Amelio
Der aufstrebende Filmregisseur Alex muss sich entscheiden. Die Freundin seines besten Freundes stirbt ausgerechnet am ersten Drehtag seines neuen Projekts. Steht er seinem Freund bei oder sorgt er dafür, dass sein Film ein voller Erfolg wird? Mit Eva Herzig, die seit 2005 die Kommissarin Caroline Behrens in "Doppelter Einsatz" (RTL) spielt.
Zeit (2003) – Luca Zamperoni
"Uhren sind angepasste Scheiße!" Deshalb hat der 18-jährige Finn auch kein Problem damit, sich ohne dieses "versklavende" Beiwerk durch die Welt zu schlunzen. Doch weil es sich mit einem solchen Chaoten schwer leben lässt, hat seine Freundin ihm Wecker und Armbanduhr verpasst – mit einer extra Portion 15 Minuten. Was passiert nun aber, wenn dem "überangepassten" Alfred im morgendlichen Berufsverkehr die Uhr stehen bleibt und er in seiner Panik über Finn stolpert? Die Leben zweier völlig unterschiedlicher Männer (Max Richter und Gustav Peter Wöhler) prallen auf tragische Art und Weise aufeinander. Der eine, pedantisch und immer pünktlich, der andere ein notorischer Langschläfer.
American Showdown (1995 – 2002) – André Jagusch und Alexander Scheer
Sie sind jung, sie sind cool, sie tragen fesche Anzüge und Sonnenbrillen. Und sie jagen sich gegenseitig bis zum bitteren Ende: Die Unterwelt-Schergen Jiri Kopf, Mathieu Chic, Steve Patuta, Jackie Jerrible und ihre Kumpane. Es geht um einen geheimnisvollen Koffer, und es sind eine Menge Handfeuerwaffen im Spiel: Das Blutvergießen ist unvermeidlich. Wilde Schießereien und Verfolgungsjagden quer durch Berlin – erschossen wird jeder, und das gleich mehrmals…
Die Shortmovie-Actionsaga von Regie-Genius André Jagusch und Sonnenallee-Star Alexander Scheer ist in Berlin schon lange Kult.
King of Fools (2004) – Olaf Encke
Trickfilm: Was passiert eigentlich mit Fröschen, die nicht geküsst werden? Sie müssen hart um die Gunst ihrer Angebeteten kämpfen. Um die hochnäsige Gazelle zu beeindrucken lässt der Frosch nichts unversucht. Wird sie seinem Werben nachgeben?
Das waren unsere Gäste im September
Luca Zamperoni (Zeit)
Luca Zamperoni kennt man aus den Sat.1 Serien 'SK Kölsch' und 'Wolffs Revier'. Man könnte ihn auch als Nick Prozeski aus der ARD-Soap 'Verbotenen Liebe' kennen. Aber wer würde schon zugeben, Soap-Operas zu sehen? Zamperoni wurde 1970 in Hanau geboren und begann 1991 mit der Schauspielausbildung an der Spielstatt Ulm. 1994 Abschluss der Bühnenreife in Berlin. 'Zeit' ist sein Regie-Debüt.
André Jagusch (American Showdown)
Geboren 1978 in Berlin. 1995 Gründung von Nine O´Clock Pictures. 1999 Freier Mitarbeiter einer kleinen Produktionsfirma zur konzeptionellen Erarbeitung von Musikvideos. 2000-01 Mitarbeiter einer Werbefilmproduktion. "American Showdown 7" ist eines von mehreren Kurzfilmprojekten, die André Jagusch mit Nine O´Clock Pictures realisierte. Auszeichnung „Film des Jahres“ für den Film „Jetzt erst recht“ beim Bundeswettbewerb Junger Film FiSH 04.

Alexander Scheer (American Showdown)
Alexander Scheer, geboren 1976, machte seine ersten Erfahrungen als Schauspieler beim Berliner Off-Theater TiK. Als Leander Haußmann ihm die Hauptrolle in "Sonnenallee" anvertraut hatte, wurde er über Nacht zum Star. Er spielte diverse Film- und TV-Rollen (u. a. "Mein Bruder der Vampir") und an den Schauspielhäusern Bochum und Hamburg sowie der Volksbühne Berlin. Bereits 1995 hatte Alexander Scheer mit André Jagusch die Video Trash Produktionsfirma "9 O'Clock Pictures" ins Leben gerufen.
Ralph Etter (Wackelkontakt)
1978 geboren in Solothurn. Nach der Schulausbildung 1999/2000 Basiserweiterungsklasse der Freien Schule für Gestaltung Olten (Weiterbildung in den Bereichen Kunst, Illustration, Grafik, Fotografie, Kunstgeschichte). 2000 Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich, Department Film/Video, 2004 Abschluss mit "Wackelkontakt". Ralph Etter schreibt momentan an seinem ersten Langspielfilm-Drehbuch, das er mit Hilfe eines Stipendiums Ende 2005 in Berlin abschließen möchte.
Olaf Encke (King Of Fools)
Olaf Encke wurde 1966 in Heidelberg geboren. Nach seinem Abitur 1987 hat er mehrere Jahre in den unterschiedlichsten Bereichen gejobbt. Ab 1997 hat er an der Hochschule für Film und Fernsehen in Postdam Animation studiert. Seine erste Animation 'Gack Gack' wurde international mit Preisen überhäuft und lief auf über 95 Festivals. Mit 'King of Fools' hat er im Jahr 2004 sein Diplom gemacht. Der Film lief dieses Jahr bereits auf arte und auf über 75 Festivals. Alejandro Cárdenas-Amelio (...und so das ganze Leben)
1977 geboren in Peru. Anfang Juli zeigte das ZDF in seiner Reihe "Kleines Fernsehspiel" die Dokumentation "Alias Alejandro" des deutsch-peruanischen Filmemachers. Der Film erzählt von einem Vater, der die Familie verlassen hat und in den Untergrund gegangen ist. Von einem Vater, der heute im Hochsicherheitsgefängnis verwahrt wird. Und er erzählt von seinem Sohn, der sich seinem Vater mit diesem Film versucht zu nähern. |